Veranstaltung
Frühjahrestagung der ARGE Jeux Dramatiques Österreich
Datum:
10.04.2016
VeranstalterIn:
ARGE Jeux Dramatiques Österreich

Frühjahrestagung der ARGE Jeux Dramatiques Österreich

Frühjahrestagung der ARGE Jeux Dramatiques Österreich mit 10 Jahres Feier

am Weg sein
AM WEG SEIN
a m w e g s e i n
am Weg sein

Wir freuen uns, dass über 70 Freunde und Freundinnen der Jeux Dramatiques von Jung bis Alt den Weg zum gemeinsamen Wochenende im Schloss Laubegg fanden!

Nach der Eröffnung, durch den Vorsitzenden der ARGE Jeux Dramatiques Österreich, Hermann Egger, wurden die 8 Workshops vorgestellt und jeder Teilnehmer durfte wählen.
Vormittags und nachmittags wurden in den verschiedenen Workshops gespielt!
Am Abend gab es einen gemeinsamen Rückblick auf die vergangenen 10 Jahre: Aufuch nach Österreich, Gründung der ARGE, Weg der ARGE, Präsentation der Chronik, Danksagungen für Brüten der letzten 10 Jahre, Präsentation des Folders und der Postkarten, Ankündigung der Zeitung, ...
Die 1. Plakette für eine "Jeux Schule" wurde an VS Dir. Sabine John (Volksschule Gratwein) überreicht und das neue Buch der der 3 Arbeitsgemeinschaften aus der Schweiz, Deutschland und Österreich wurde vorgestellt.
Der Abend wurde umrahmt von Märchen von Frederik Mellak und Magdalena Seidl und für musikalische Umrahmung sorgten Andreas Safer und Frederik Mellak!

Danke, an alle Märchenerzähler, die Musikanten und die ReferentInnen, die unsere Frühjahrestagung so glücken ließen!
Samstag Vormittag: 10:00 – 13:00

WS 1: Weggefährtinnen – Weggefährten / Familienjeux für Erwachsene und Kinder
Kinder und Erwachsene entdecken gemeinsam ein Stück Weg. Wir spüren Sonne, Wind und Regen auf unserer Haut, kein Stein und kein Käfer bleiben ungesehen und hinter der nächsten Kurve wartet vielleicht ein Abenteuer.
mit Sandra Vobornik
Rückblick:
22 Erwachsene und Kinder im Alter von 3-12 Jahren machten sich in aller Frühe auf den Weg. Inspiriert von der Geschichte: "Feuerschuh und Windsandale" von Ursula Wölfel und unseren eigenen Vorstellungen von Abenteuern, fanden wir uns an einem Ort wieder wo sich magische Wesen, Forscher und Forscherinnen, Tiere und Wandersleute begegneten und miteinander und voneinander lernten. Am Ende konnte dann so mancher auch einen kleinen Schatz mit nach Hause nehmen.

WS 2: Die Heilgarage – oder: Überraschungen lauern überall / für Erwachsene
Das hatte ich nicht erwartet! Ja, unverhofft kommt oft..
mit Birgit Dietze-Mellak
Rückblick:
Die Heilgarage oder Überraschungen lauern überall (25 Personen in der "Heilgarage Turnsaal" der VS Laubegg)
Wir hörten die Geschichte von der Heilgarage, erinnerten uns an Überraschungen in unserem eigenen Leben, teilten diese miteinander, legten ein großes gemeinsames Bild und spielten ein großes gemeinsames Spiel!


WS 3: „Husch, husch, husch, unterm Hollerbusch. Frau Holle zeigt den Weg.“ / für Erwachsene
Mystisches und Mythologisches vereint mit dem Wissen der Pflanze sind unsere Wegweiser
mit Eva Schleiner
Rückblick:
Die Pflanze – Holunder – war der Ausgangspunkt für meinen Workshop: welche Heilkraft steckt in ihr, welche Weisheit vermittelt sie uns. Ihre Gestalt und ihre Verwandlung im Jahreskreis waren Anlass für das Einstiegsspiel – Babys und Greise bzw. Greisinnen. Eine stark gekürzte, jedoch immer noch sehr umfangreiche Geschichte über die Frau Holle waren der Impuls für ein freies Spiel, bei dem Leben und Sterben, Wachsen und Vergehen im Mittelpunkt standen. Es war sehr berührendes, intensives, emotionales Spiel.

WS 4: „Wenn einer eine Reise tut, ...“ / für Erwachsene
... und was aus einem Hauptgewinn werden kann.
mit Elisabeth Rüdisser
Rückblick:
Erster Teil: „Begegnungen und Alleine gehen“
Zweiter Teil: „ Wie viel Bäume aucht der Mensch?“- eine Geschichte.
Der etwas skurrile schottische Tang-sammler hätte ja lieber einen Rasier-pinsel gewonnen, aber was soll’s, die Weltreise ist’s geworden.
Sein Nachbar beneidet ihn glühend. Er hält es nicht lange alleine aus, und so treffen sich die beiden unterwegs, und kehren gemeinsam zurück, mit einer aus der Baumschule geretteten und einer aus dem Hotelgarten geraubten Birke:
mittels Fähre und das letzte Stück schwimmend- um die ersten Bäume an der bislang baumlosen Küste zu beheimaten.
Eine Reflexion:
„Allein zurückbleiben ist schwer, kaum aus zu halten, für Mensch und Pflanze“.
Dritter Teil: Gedicht: „Täglich Urlaub“.(aus den„Blättern im Netz“)

Samstag Nachmittag: 15:00 – 18:00

WS 5: "Wir kumman heit zum Spü´n zsamm,
da spür i mei Herz und hör den Gong" / Familienjeux für Erwachsene und Kinder
Zum Workshop lade ich ein, ganz egal ob groß oder klein!
mit Bettina Sommer
Rückblick:
… singend habe ich meinen Workshop vorgestellt, ……und viele liebe Familien eingeladen….
…da spür i mei Herz und hör den Gong
Das gruselige Märchen “das kalte Herz” von Wilhelm Hauff wurde gespielt und es war erstaunlich, wie die Familien sich am Nachmittag zu Höchstform der Spiellust hingegeben haben und voll in die Rollen eingetaucht sind.
Für mich als Leiterin durfte ich das Märchen für groß und klein in tiefen Jeuxbegegnungen anleiten und tolle Reflexionen wurden mitgenommen.
(Kurzfassung v. Märchen im Anhang)

Hier ein email Feedback vom Familienjeux von Christine Vrijs mit ihren 3 Kindern:
liebe bettina,
holy, veerle, apollonia und ich haben den samstag bei dir sehr genossen- es war für mich eine gute tiefe erfahrung mit den jeux. ich finde du hast einen sehr schönen ansatz! bitte informiere uns, wenn du familienjeux anbietest.
christine

WS 6: beWEGte Bilder / für Erwachsene
Geführt von unserer Intuition experimentieren wir mit Farben und ingen unseren kreativen Ausdruck auf Papier. Von den so entstandenen Bildern lassen wir uns zum gemeinsamen Spiel inspirieren. mit Barbara Sechser und Nicole Tatzer Rückblick: Was ist entstanden: Funkensprühen und Kräuterduft …. sinnliche Farberfahrung …. Evolutionäre Bilder durch speed-painting …. Arabicum …. dann, eine Reise in die Urzeiten …. Zeitensprung .… Forscherduo auf visionären Pfaden …. Wiederbelebung durch Entdeckung …. Urzeitliche Jagdszenen …. Opfertier und Großer Geist …. Hüterin des Feuers …. Heiliger Platz …. die Rückkehrer längst ausgestorbener Tiere …. Homo Sapiens meets Neandertaler …. rosa Steinzeitigel …. spektakuläre Entdeckungen in jeder Zeit …. Luftschloss – ein sicherer Ort zum Verweilen…. Was bleibt: ….sind Spuren der Inspiration in uns.

WS 7: "Der Weg ist das Ziel" (von Konfuzius) / für Erwachsene
den roten Faden in den bisherigen Wegen erkennen bzw.
die Wegweiser in die Zukunft sehen. Weichen stellen, an Bahnhöfen halten.
mit Veronika Molli
Rückblick:
An meinem Workshop nahmen 17 Leute teil, die ich nach dem Mittagessen begrüßte und die sich mit Story Cubes mit nennen des Namens und was hat das gewürfelte Motiv momentan mit mir zu tun in der Gruppe einfanden.
In der Mitte lagen Bilder von verschiedensten Wegweisern mit dem Zentrum " Ankommen".
Danach machten wir eine Geh-Übung durch den Raum mit geschlossenen Augen und der Aufgabe beim ersten Widerstand zu stoppen. Auf einem Blatt wurden die drei Fragen a) Wer oder was hat meinen Weg gestoppt, b) Wenn ich darüber nachdenken will - was könnte das bedeuten c) was auche ich um weitergehen zu können oder will ich am neuen Ort bleiben.
Die Mitte wurde inzwischen erweitert um viele Volksweisheiten und der Aussagen von Konfuzius über den Weg. Z.Bsp. " Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege" oder "Was dem Wanderer der Weg ist, ist dem Frosch der Tümpel" etc. und um Farbbilder mit Stichworten, was der Weg für eine Qualität haben könnte, was ich auche um einen Weg zu gehen, was ich von einem Weg erwarte. Z.Bsp. Hoffnung, Mut, Ankommen
Mit diesen Einstimmungen wurden Rollen für ein freies Spiel mit dem Titel des Workshops gewählt und sein sehr tolles Spiel gespielt.
Die Rückmeldungen waren sehr stimmig, berührend und schön. Manche haben rückgemeldet, das sie sehr schnell sehr tief im Erleben waren. Die Teilnehmer haben nach dem Nachgespräch geklatscht.
Am Ende habe ich die Teilnehmer noch mit einem Wunschpapierschiff, das sie auf den Weg schicken sollten, entlassen.
Ich freue mich, dass ich angeleitet habe und so ein schönes Spiel erleben durfte.

WS 8: "Migration im Märchen – Hänsel und Gretel“ / für Erwachsene
sich aufmachen – unterwegs sein – ankommen
Das Anfangsmotiv vieler Märchen ist der Aufuch, veranlasst durch Not – Probleme – Abenteuerlust. In diesem Märchen blicken wir auf die etwas „andere“ Geschichte von Hänsel und Gretel und erleben in der selbstgewählten Rolle den Umgang von Hilfe, Hindernis und Schicksal.
mit Brigitte Elser
Rückblick:
Ein kleine Gruppe, ein weiter Weg in den Raum, ankommen in einem riesigen Spielraum, wie geschaffen für dieses Spiel. Hänsel und Gretel weit weg von den Eltern, die Trennung ist gut zu spüren. Ein Hexe, die all ihr Wissen mit Gretel teilt und dann mit der Feuergöttin sich verbindet. Ein Hänsel, der sich auch nach einem Mentor sehnt und ein wenig eifersüchtig auf Gretel wird, eine Feuergöttin die im Versteck sich vergessen fühlte und die Eltern, die alt und schwach werden und die Mutter, die gerade noch die Rückkehr Ihrer Kinder erlebt. Thema Flucht - weggeschickt werden aus einer Not heraus - Angst und Mut wechseln - ankommen - aufgenommen werden - lernen - annehmen - beschenkt werden - Heimkehr.

WORKSHOP AM SONNTAG
Vormittag: 9:00 – 13:00

Großes Spiel -
mit Marion Seidl-Hofbauer und Elisabeth Rüdisser
Rückblick:
Das gemeinsame Spiel „Die Schwabenkinder“
Als Schwabenkinder oder Hütekinder wurden die Bergbauernkinder aus Vorarlberg, Tirol, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol bezeichnet, die von Beginn der Neuzeit bis ins frühe 20. Jahrhundert aus Armut alljährlich um St Josef im März durch die Alpen zu den „Kindermärkten“ hauptsächlich nach Oberschwaben zogen. Für einige Gulden und das doppelte Gewand arbeiteten die Kinder im Alter von 6- 15 Jahren bis zu St. Martin im November. Dann ging es den weiten Weg in die Heimat zurück.
In einer Zeit in der Erwachsene Wege schließen, Politiker zu Herren über Routen werden, der Ruf nach Zäunen im Raum steht, gedachten wir am Sonntag Vormittag diesem Kinderweg, indem wir den Abschied, den Weg, die Kälte, den Zusammenhalt unter den Kindern, das Ankommen in der Fremde, die Arbeit, den Weg zurück und das Heimkommen spielten.
Danke Euch allen für das tief berührende gemeinsame Spiel über drei Säle und einen Gang hinweg. Marion Seidl-Hofbauer