Die Methode

Die Jeux Dramatiques sind eine eigenständige Form des Theaterspiels.

Im Mittelpunkt steht:
  • das eigene Erleben
  • die Freiheit der Rollenwahl
  • die Lust am Verkleiden
  • die Neugierde sich in fremden Rollen zu erfahren
  • die Freude am gemeinsamen Spiel in der Gruppe.
Die Jeux Dramatiques sind ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung und Entfaltung des Selbstwertgefühls ohne Bewertung und Leistungszwang. Lebensfreude, Spiel- und Ausdrucksfähigkeit sowie Gestaltungswille, Phantasie und soziales Lernen werden gefördert und gestärkt. Die Spielleitung übernimmt wahrnehmend und achtsam die Begleitung der Gruppe. So kann ein bewertungsfreier Raum entstehen, in dem persönliches Wachstum möglich wird.

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Aufbaustruktur

4 Schritte des RSPV-Zirkels nach Heidi Frei

ROHSTOFF

Rohstoff ist der Spielimpuls mit dem die Spielleitung zum Spielen anregt. Dies können Märchen, Texte, Gedichte, selbst Geschriebenes, Bilder, Musik, Tanz und soziale Themen der Gruppe sein.

SPIELVORBEREITUNG

Die Spielvorbereitung gliedert sich in:
  • Einstieg in das Thema, durch das Vorstellen des Rohstoffes.
  • Gestaltete Mitte
  • Hinführungsspiele
  • Einstiegsspiele
Rollenwahl: Aus dem vorangegangenen Prozess wählen die Mitspielenden ihre Rollen.
Gespielt werden können Personen, Tiere, Gefühle, Gegenstände, Natur, die Elemente und alles was die SpielerInnen interessant finden, um sich einzulassen und spielerisch umzusetzen.
Das Verkleiden und die Gestaltung des Spielplatzes sind die ersten Schritte zur Identifikation mit der Rolle. Hüte, Tücher und KrimsKrams lassen dies zu einem phantasievollen und kreativen Prozess werden.

PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG, DAS SPIEL

Das Spiel beginnt mit dem GONG und endet mit dem GONG.
Die Zeit zwischen diesen beiden akustischen Zeichen ermöglicht es den Mitspielenden ihren Spielwünschen nachzugehen, sich auf ihre Rolle einzulassen, anderen zu begegnen, Neues auszuprobieren.
Das eigene Empfinden, der momentane persönliche Ausdruck, die Freude am gemeinsamen Spiel stehen im Vordergrund.
Durch das Weglassen der Sprache entsteht jene innere Dynamik, durch die sich viele der persönlichen schöpferischen Anteile erst entfalten können.

VERARBEITUNG, NACHGESPRÄCH

Im Nachgespräch besteht für die SpielerInnen die Möglichkeit aus dem eigenen Erleben zu berichten.